Samstag, 26. September 2026

Ein - phlegmatischer - Kormoran auf einem Bein auf einem Stein auf einer Insel in der Tauber - kontemplativ die Sonne genießend

 

 Kormoran in der Sonne


Carl Gibsons Blog für Literatur, Geschichte, Politik und Zeitkritik: Natur-Bilder oder Bilder der "Schöpfung":Naturbeobachtung und Naturfotografie - Naturfreund Carl Gibson seit mehr als 10 Jahren an der Tauber unterwegs - eine Bilder-Sammlung

Der Kormoran auf dem kahlen Ast
und 
im Flug,

oben:





Ein - phlegmatischer - Kormoran auf einem Bein auf einem Stein auf einer Insel in der Tauber - kontemplativ die Sonne genießend


 


An drei Tagen erwies er mir die Ehre, am Fluss, an der Tauber, wo ich seinesgleichen schon oft ablichtete um dann die Bilder in das Internet zu stellen, auch für andere, die nicht in die Natur können, Bilder, die jetzt – nach der Enthauptung meines Hauptblogs bei WordPress – für immer verloren sind!

Solches ist möglich in der freien Welt des Westens ohne Zensur!

Nur noch wenige Beiträge zum Thema Kormoran[1] werden überhaupt noch gefunden!

Als ich, vertrieben durch den Baulärm in der Nachbarwohnung, an den Fluss geflüchtet, dort ankam, saß er da, die Flügel trocknend.

Wahrscheinlich nach der Mahlzeit – obwohl sonst sehr scheu und kaum schwimmend oder tauchend zu fotografieren, flog er nicht auf und davon, um dann am blauen Himmel zu kreisen, bevor er sich auf einen – für ihn gemachten – kahlen Ast an einer Erle zur Ruhe setzte; er schien schon satt, sah mich nahen, heranpirschen, doch ohne Lust das Weite zu suchen.

Also machte ich ein paar Aufnahmen, bevor er dann doch noch floh.

Am zweiten Tag war er noch wesentlich phlegmatischer – auf einem Bein auf einem Stein im Fluss an einer ruhigen Stelle, wo sonst Kanada-Gänse brüten; bei nicht gerade optimalen Lichtverhältnissen schoss ich gleich ein paar Dutzend Bilder, während der Vogel, ein ungeliebter Gast bei Anglern, da ein Konkurrent wie der Reiher beim Herausfischen eingesetzte Fische, sein Federnkleid trocknete und reinigte.

Ich ging weiter, um nach der Natter zu sehen, die ich am Vortag dort im Gras erlebt hatte, fand aber keine Schlangen an dem Schlangenbühl vor, der auf meinem Rundweg liegt und den ich seit Jahren schon beobachte.

Am Fluss zurück nach einer halben Stunde, saß der schwarze Vogel mit dem langen, gekrümmten Schnabel immer da, genoss die Sonne und den Tag!

Am dritten Tag schließlich, gestern, sah ich ihn erneut, im Gegenlicht der Abendsonne, wieder satt das Federnkleid trocknend.

Wer meine Naturbilder verfolgt, kann dort viele Kormorane sehen, seit 2015 auch im Winter; sie gehören inzwischen in die Landschaft, auch, wenn sie hier selten sind, anders als an der Ostsee.

 

 

 





Auf einem Bein - in Kontemplation, über das Leben nachsinnend, geradezu philosophisch


Königskerze am Teich im späten September 

Königskerze am Teich im späten September 


Königskerze am Teich, verblüht - im späten September 




Am Teich - sehr niedriger Wasserstand


 


Graureiher in der Morgensonne 




Graureiher in der Morgensonne mit Taube





Der Graureiher in der Morgensonne vor meiner Haustür

Bis zur Tauber muss ich nicht gehen – wie so oft – um ihn zu erleben; während ich mein karges Frühstück einnehme auf der noch kühlen Terrasse, das zweite nach dem Milchkaffee schon in der haben Nacht, kommt er herangeflogen aus den Lüften und setzt sich, wo gerade noch eine Taube saß, in die Spitze eines Baumes, den schwächeren Vogel, den ich gerade abzulichten gedachte in der hellen Morgensonne, mit Macht verdrängend.

Also fotografiere ich ihn, den Scheuen, der, nicht weit hier, am Stadtrand, am Jakobsweg dort wohl seinen Horst hat, wo ein ganzes Dutzend Reiher hausen. Nicht selten fliegen mir einige dieser Vögel tagsüber über den Kopf, um hier am Bach oder an der nahen Tauber zu landen, wo es frischen Fisch gibt, auch ohne Anglerschein.

Die Sonne strahlt in an – er scheint bereits satt zu sein, schon nach dem Frühstück, das es ich aus dem Brehmbach holt, unmittelbar unter ihm, auch das Mittag- und Abendessen, wenn der Tag im hold ist. Jährlich werden dort Fische eingesetzt, ein paar tausend Forellen aus der Rhön, zwei im Jahr für den Angler, die anderen für den Reiher, den es hier auch als Silberreiher gibt, nur seltener!?

Wie ich dem Biber[1] nachstieg, drei Jahre hindurch, in der Region an den Bächen, vor allem aber an der Tauber, so machte ich Tausend Reiher[2]-Aufnahmen, stellte die Bilder ins Netz, auch auf Mäusejagd, da Mäuse vielleicht sättigender sind als Fische – und leichter zum Fangen.

Über den Dingen thront er, saturiert und selbstzufrieden – und unter ihm das Tosen der Welt: eine Dame mit Hund, nach alter Schule noch wandelnd, ohne Handy, dann ein Jogger, ein Traktor, Fußgänger, der Zug über das die Gleise am Viadukt rollend, dann noch eine jüngere Frau mit Hund, die Enkelin vielleicht, und auch ohne das Handy vor der Nase, das Statussymbol schlechthin, das heute in Deutschland zum aufrechten Gang gehört.

Auf den Abflug wartend, stehe ich eine Viertelstunde fast reglos da – und verpasse diesen doch, gleich manchem im Leben.

Der Vogel ist frei – und er fliegt, wohin er will und wann er es will.




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