Dienstag, 15. Oktober 2013

Der schweigende Philosoph

Der schweigende Philosoph

In grauer Vorzeit lebte einmal ein Denker, dessen Lebenswerk nur aus einem „Buch“ bestand, genauer aus dem soliden Einband aus Pergament mit Verschluss und einer leeren Seite.
Er wurde den Sprachskeptikern zugerechnet.

Man sagte, er hätte das Reden und Lehren aufgegeben, als ihm bewusst wurde, dass Dichter lügen ... und das die Welt den Dichtern glaubt, um das Denken für alle Zeiten abzuschreiben.

Manch einer seiner Leser beherzigte Botschaft und Vorbild und schwieg fortan, wenn es Zeit war, zu reden.
Bald darauf folgten Sodom und Gomorra.

239.



Aus: Carl Gibson, „Gedanken zum Tag“ -

AphorismenReflexionen, MaximenSentenzen, Ideen, Essays

zur Literatur, Philosophie und Geistesgeschichte und Kritisches zum Zeitgeschehen



Motto:
Zum Sinn der Philosophie heute

Philosophen sollen reden und schreiben,
Philosophen sollen Fragen aufwerfen und Antworten anbieten,
sonst ist ihr Denken umsonst!

Das – sprichwörtliche – Schweigen der Philosophen ist ein Irrweg.

Das Schweigen der Denker nützt nur den Mächtigen.












Mehr zur "Philosophie" von Carl Gibson in seinem Hauptwerk in zwei Bänden,

in:


"Symphonie der Freiheit"

bzw. in dem jüngst erschienenen

"Allein in der Revolte".
Eine Jugend im Banat






 Philosoph und Zeitkritiker Carl Gibson

Weitere Aphorismen, Reflexionen, Maximen, Sentenzen, Ideen und Essays werden auf diesem Blog folgen.


Copyright: Carl Gibson

Fotos von Carl Gibson: Monika Nickel

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